27/06/09 Joss Stone
Seit einem Londonaufenthalt im März 2007 kenne ich Joss Stone. Damals schien an jeder Ecke der Stadt mindestens ein Plakat ihres Albums „Introducing... Joss Stone“ zu hängen. Diese Werbemaßnahme hatte Erfolg. Aus Neugier besorgte ich mir ihr Album und war seither begeistert von der charismatischen Soulsängerin. Aus diesem Grund freute ich mich auch schon Wochen im Voraus auf ihr Konzert, der auf dem diesjährigen ZMF auf dem Mundenhofgelände stattfand.
Kurz vor 20 Uhr war das Zirkuszelt scheinbar bis auf den letzten Platz gefüllt. Das ziemlich bunt gemischte Publikum erwartete die Sängerin ungeduldig. Wenig später erschien Joss Stone, nachdem ihre zehnköpfige (!) Band Platz genommen hatte, unter tosendem Applaus die Bühne. Alle waren in weiß gekleidet. Joss trug ihre langen, hellbraunen Haare offen und hatte eine lange Peacezeichen-Kette um ihren Hals baumeln. Wie üblich stand sie barfuß auf der Bühne. Sie begrüßte das jubelnde Publikum mit einem Lächeln und ihrem ersten Song „Super Duper Love“, der scheinbar das gesamte Zirkuszelt zum Mitsingen brachte. Neben vielen bekannten Songs wie „Tell me 'bout it“ und „Put your hands on me“ gab sie fünf neue, noch nicht veröffentlichte Songs aus ihrem kommenden Album „Colour me free“ zum Besten und fragte das Publikum anschließend auch ganz offen nach seiner Meinung. Die neuen Songs waren zum Teil etwas jazziger und funkiger als ihre älteren, hörten sich jedoch auf Anhieb alle sehr gut an und ließen erkennen, dass Joss' Musik durchaus reifer geworden ist. Dem Publikum gefiel's.
Die gerade mal 22-jährige Sängerin wirkte das gesamte Konzert über locker und fröhlich. Sie plauderte mit dem Publikum, trank Tee aus einer großen weißen Tasse, tanzte, brachte auch die Konzertbesucher dazu und scherzte. Lediglich die Zwischenrufe und der Beifall ihrer Fans, die sie manchmal daran hinderten zu einem Song anzustimmen, brachten sie kurz aus der Fassung und gelegentlich auch zum Kichern. Gesanglich war Joss Stone auf Topniveau. Jeder Ton saß perfekt.
Fast achtzig Minuten später, bereits gegen Ende des Konzerts, verteilte Joss schließlich während eines Covers von „No Woman, No Cry“ weiße Rosen an einige begeisterte Konterbesucher in den vorderen Reihen und brachte mit dem anschließenden, altbekannten Hit „You had me“ alle, besonders auch die Männer, zum Tanzen. Das Konzert hatte mit diesem Song ihren Höhepunkt erreicht.
Besonders gut gefielen mir an diesem Abend Joss' einmalige Zugabe von „Right to be wrong“ und die Gänsehautnummer „Music“, ihre Liebeserklärung an die Musik, die sie mit den Worten „A love letter to the best boyfriend I ever had“, ankündigte. Auch der Saxophonist, der einige meisterhafte Soli darbot, sowie der Backgroundsänger, der durch seine außergewönlichen Tanzeinlagen besonders positiv auffiel, dürfen nicht unerwähnt bleiben. Es war ein durchweg perfektes Konzert, das meiner Meinung leider viel zu schnell vorbei war.
Kommentar
1
29/06/09 23:18
- Johann
Super Konzert
Ach war das schön,
super Konzert, super Stimmung, super Band.
Da hab ich das Schwitzen gerne in Kauf genommen:)
Kommentar
2
29/07/09 09:44
- marie
konzert
dem kann ich nur zustimmen :-)